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Website-Relaunch: Was vorher bedacht werden sollte

Eingerüsteter WEBSITE-Schriftzug wird während eines Webseiten-Relaunchs aufgehübscht

Eine Website kommt selten von heute auf morgen in die Jahre. Zuerst wirkt das Design ein wenig überholt, dann fällt auf, dass die Darstellung auf dem Smartphone nicht mehr überzeugt. Vielleicht bleiben auch die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück oder die Seite wird bei Google schlechter gefunden als die Angebote der Marktbegleiter. Spätestens wenn ein paar dieser Punkte zusammenkommen, lohnt es sich, über einen Website-Relaunch nachzudenken.

Dabei geht es um deutlich mehr als um ein schöneres Design der Website. Ein erfolgreicher Relaunch beginnt mit einer Bestandsaufnahme und endet an dem Tag, an dem die neue Website schließlich online geht… noch lange nicht!

Analyse der Website: Was dem Redesign vorausgeht

Bevor über Farben, Bilder oder ein neues Menü gesprochen wird, muss die bestehende Website auf den Prüfstand. Wie gut ist sie über Suchmaschinen auffindbar? Wie hoch ist der mobile Traffic? Bleiben Besucher auf den Seiten oder sind sie schnell wieder weg? Solche Erkenntnisse helfen dabei, die Ziele für den Relaunch festzulegen. Eine Website mit schwacher Sichtbarkeit verlangt nach anderen Maßnahmen als eine Seite, deren Inhalte zwar gefunden, aber kaum gelesen werden.

Zur Vorbereitung gehört auch ein Blick auf den Wettbewerb. Wie präsentieren sich andere Unternehmen derselben Branche? Und vor allem: Was hat das eigene Unternehmen zu bieten, das Wettbewerber nicht bieten? Wenn es Alleinstellungsmerkmale (USPs) gibt, sollten sie sich später deutlich im neuen Internetauftritt wiederfinden.

Die Website für die richtigen Menschen planen

Eine moderne Website muss nicht jedem gefallen. Sie muss vor allem diejenigen erreichen, für die Produkte oder Dienstleistungen bestimmt sind. Deshalb gehört eine möglichst genaue Vorstellung von Zielgruppen und Personas an den Anfang der Planung. Erst dann lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Inhalte gebraucht werden und wie Nutzer durch die Website geführt werden sollen. Ein Relaunch ist eine gute Gelegenheit, dies zu verbessern.

Darauf baut dann die Oberflächengestaltung auf, denn eine moderne Website braucht ein modernes Redesign. Gestaltung und Bildwelt sollen zur Marke passen, gleichzeitig müssen Benutzerfreundlichkeit und die Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen berücksichtigt werden. UI- und UX-Design haben damit nicht nur eine ästhetische Aufgabe. Sie bestimmen wesentlich mit, wie gut Besucher sich orientieren und zu den gewünschten Inhalten gelangen.

Technik, SEO und Inhalte im Relaunch gehören zusammen

Irgendwann fällt die Entscheidung für das Content-Management-System. Welches CMS geeignet ist, hängt von den Anforderungen und Möglichkeiten des jeweiligen Projekts sowie von Kosten und Nutzen ab. Eine pauschal richtige Lösung gibt es hierfür nicht.

Parallel dazu sollte die Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt werden. Wer SEO erst kurz vor dem Relaunch entdeckt, ist zu spät dran. Keyword-Recherche, Navigationsstruktur und Meta-Tags gehören bereits in die Planung. Die Frage, für welche Suchbegriffe eine Website gefunden werden soll, hat letztendlich direkten Einfluss darauf, welche Seiten und Inhalte überhaupt benötigt werden.

Das führt unmittelbar zum Content. Texte, Bilder und Videos sollten einen erkennbaren Mehrwert bieten und sowohl zur Zielgruppe als auch zur SEO-Strategie des Relaunches passen. Auch ein Blog kann Teil dieses Konzepts sein. Sinnvoll ist außerdem, frühzeitig festzulegen, welche Inhalte produziert werden müssen und wer dafür verantwortlich ist. Ist die Programmierung abgeschlossen, werden diese Inhalte entsprechend den Vorgaben des Screen Designs eingepflegt.

Vor dem Livegang lieber zweimal hinschauen

Eine fertig befüllte Website ist noch keine fertige Website. Vor dem Relaunch steht das Testing. Funktioniert die Darstellung in unterschiedlichen Browsern? Funktionieren die Links? Werden Bilder richtig angezeigt? Gibt es technische Fehler? Erst wenn solche Punkte geprüft und mögliche Bugs beseitigt sind, sollte der neue Auftritt live gehen.

Ein Detail darf dabei nicht untergehen: die Weiterleitungen alter URLs der Website. Ändert sich beim Relaunch die Seitenstruktur, müssen bestehende Adressen den entsprechenden neuen Seiten zugeordnet werden. Andernfalls führen alte Links ins Leere. Crawling-Tools können dabei helfen, die URLs der alten und neuen Website zu erfassen und passende Redirects einzurichten.

Nach dem Relaunch geht die Arbeit weiter

Mit dem Livegang ist das Projekt nicht abgeschlossen. Anhand regelmäßiger Reportings und relevanter Kennzahlen lässt sich beobachten, wo bei SEO, Technik, Nutzerführung oder Inhalten noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Eine gute Website entwickelt sich nach dem Redesign weiter, statt nach ihrem Livegang für die nächsten Jahre unangetastet zu bleiben.

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